Schiffshund Bamse
Im Urlaub haben wir in Honningsvag am Nordkap mit Erstaunen eine Statue eines Bernhardiners mit Matrosenmütze gesehen, den Schiffshund Bamse.
Bamse wurde 1937 geboren und von Erling Hafto, einem Angehörigen der norwegischen Marine mit nach Honningsvag ans Nordkap genommen. Zunächst lebte er im Haushalt von Erling Hafto und war der Spielgefährte und Bewacher seiner Kinder.
Hafto übernahm zu Beginn des zweiten Weltkriegs das Kommando über das Patrouillenboot „Thorod“ sein Hund Bamse begleitete ihn. Der Langhaar Bernhardiner war in der am 9.2.1940 ausgestellten Besatzungsliste als Schiffshund vermerkt. Bamse hatte an Ober- und Unterdeck einen eigenen Platz und fuhr mit der Thorod hinaus aufs Meer, um Frachter Konvois zu eskortieren.
Als Deutschland mit der Operation Weserübung den Krieg gegen Norwegen begann, griffen Kampfflugzeuge die Thorod an. Während des Gefechts wich Bamse den feuernden Kanonenschützen an Bord nicht von der Seite, um gleichzeitig die anfliegenden Flugzeuge anzubellen. Ein gefährliches Unterfangen. Die Besatzung, für die das Tier spätestens zu diesem Zeitpunkt ein verlässlicher Gefährte geworden war, fertigten deswegen einen Stahlhelm für ihn an.
Kurz vor der Niederlage Norwegens im Juni 1940, rettete sich die Thorod in den Hafen von Dundee Schottland. In Port Edgar erfolgte der Umbau zum Minensuchboot. Hier begegnet Bamse vielen Matrosen andere Schiffsbesatzungen. Seine Anwesenheit sprach sich herum.
Laut Erzählungen begann Bamse mit Kontrollgängen um „seine Männer“ pünktlich zur Speerstunde aus dem Pub abzuholen und sicher zum Schiff zurückzubegleiten. Er soll unwillige Zeitgenossen aus dem Pub geschoben und einen und den anderen Betrunkenen beim Gehen geholfen haben. Für die Schiffsbesatzung war er nicht nur ein Maskottchen, Bamse war wichtig für Moral und Selbstvertrauen der Männer
Bei wochenlangen Einsätzen war Bamse immer an Bord der Thorod. An Land beschützte und bewachte er seine Männer. Er schlichtete auch Streit zwischen den Matrosen in dem er sich mit den Pfoten auf die Schultern der Streithähne stellte.
1942 wurde die Thorod ins schottische Montrose verlegt, dort wurden die Bewohner schnell auf den gutmütigen und geselligen Hund aufmerksam. Wenn das Schiff in den Hafen einlief, saß der große Bernhardiner mit Schiffsmütze auf dem Kopf an Deck. Die Schotten schätzen Bamse, der damals schon das Maskottchen der Norwegischen Exilarmee war.
Am 24.07.1944 starb Bamse eines natürlichen Todes. In Montrose erhielt er ein eigenes Grab. Er wurde mit militärischen Ehren begraben, die Mannschaften der Thorod und von sechs andren Schiffen sowie viele Stadtbewohner waren anwesend.
Im Jahr 2005 wurde in Montrose eine Bronzestatue errichtet, seit 2009 steht ein Duplikat in Honningsvag, die wir dort entdeckt haben.
W.u.A.Spl.
Versammlung am 16.02.2025
In geselliger Runde durften wir anlässlich der JHV LG Niedersachsen einige langjährige Mitglieder ehren. Diese seien an dieser Stelle besonders erwähnt.
Werner Raake 40 Jahre
Alexandra Bavendiek 40 Jahre
Sabine Prause 25 Jahre
Christian Heitmann 15 Jahre
MEIN TIER OLDENBURG
Am 09. und 10.11.2024 waren unsere Mitglieder mit einem Infostand präsent. Viele Fragen zum Bernhardiner wurden beantwortet und der St. Bernhard-Klub e.V. würdig vertreten. Unsere Hunde haben als Besuchermagnet einen großartigen Job gemacht und sich als Lohn jede Menge Streicheleinheiten abgeholt. Ein paar Eindrücke der Veranstaltung findet ihr in unserer Bildergalerie
Körung und Klubsiegerschau
31.08. und 01.09.2024
Ausstellungsergebnisse hier
Schnappschüsse in unserer Bildergalerie